Ein Sparschwein wird befüllt
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Finanzielle Allgemein­bildung

Wir greifen nochmal an mit digitalem Empowerment

Wir arbeiten an einem spannenden neuen Projekt, das wir hier kurz anreißen wollen. Die Ursprungsidee ist fast 20 Jahre alt. Aber erst jetzt sind die technischen Möglichkeiten und unsere Fähigkeiten so ausgereift, dass wir es uns zutrauen: Es geht um unser altes Steckenpferd „Finanzielle Allgemeinbildung“.

Eine altbekannte Herausforderung

Finanzielle Allgemeinbildung beeinflusst die individuellen gesellschaftlichen Chancen und Entwicklungsoptionen. So viel ist klar, und zwar schon lange - wir haben es ja auch selbst einmal in einer Studie für die EU aufgearbeitet.

Gescheitert sind bislang aber alle Ansätze, diesen Missstand zu beheben.

Unterschiedliche Formen der Sensibilisierung und Formate zur Basisqualifizierung waren zunächst der Ansatz, um breiten Bevölkerungsschichten Zugang zur Gestaltung der eigenen Zukunft zu eröffnen. Auch wir selbst haben deshalb Bücher geschrieben, Broschüren entwickelt oder digitale Rechentools konzipiert. 

Mit zunehmender Komplexität der beruflichen sowie privaten Lebenspfade greifen diese Angebote jedoch in ihrer Individualisierbarkeit zu kurz. Kurz gesagt: Am Ende kann man mit ihnen nichts anfangen.

Aktuell zu beobachten ist, dass im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung auch Online-Formate wie Foren, Blogs oder Podcasts sich dem Thema widmen. Chatbots oder Robo-Advisors sollen zudem dabei unterstützen, Investitionsentscheidungen zu fällen. 

Die eigentliche Herausforderung jedoch bleibt: Man muss bereits eine grundlegende finanzwirtschaftliche Kenntnis mitbringen, um diese Angebote mit den entsprechenden Suchbegriffen finden zu können bzw. einen Nutzen aus ihnen ziehen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass all diese Informationen, Entscheidungen und digitalen Tools zur Entscheidungsunterstützung unsystematisch verteilt und meist auch interessengeleitet konzipiert sind: Stammt ein Altersvorsorge-Rechner von einem Anbieter von Riester-Renten, kann man sich das typische Ergebnis wohl vorstellen. 

Unser Empowerment-Plattform-Ansatz

Wir bei EVEREST wollen deshalb einen digitalen Ort der Befähigung und Begleitung  schaffen, der nicht nur fachlich-methodisches Wissen zur Verfügung stellt, sondern darüber hinaus den Prozess individueller wert(e)orientierter Finanzentscheidungen begleitet (Lernreise)Damit verbindet das Vorhaben die Entwicklung eines sich gegenseitig stärkenden sozial-ökonomischen und digital-technologischen Wert(e)versprechens.

Basierend auf einem Herausforderungsprofil und einer Potenzialrecherche haben wir Ende 2020 bereits zentrale Ideenaspekte priorisiert. In einem nächsten Schritt gilt es nun, aktuelle Forschungserkenntnisse auf die Vorhabensidee zu übertragen und durch eine Marktanalyse Erfahrungswerte über die Ansprache von Bedarfsgruppen und in Anwendungen kommenden digitalen Technologien zu gewinnen. 

Wir bauen dabei auf unser in über mehr als 20 Jahren gesammeltes fachlich-methodisches Wissen und Erfahrungen im Kontext der finanziellen Allgemeinbildung auf: Beispielsweise den Stern-Ratgeber „Das 1x1 des Geldes“ oder auch Studien, Portale und Veröffentlichungen zur finanziellen Allgemeinbildung in Kooperation mit verschiedenen Banken und eine Best-Practice-Studie für die Europäische Kommission. Zudem nutzen wir natürlich unsere vielfältigen Kenntnisse im Umfeld von Investitionsentscheidungen (z.B. aufgearbeitet in der Gründerplattform). 

Zeitplan und Partner

Durchgeführt wird das Innovationsvorhaben in Kooperation mit der ZUKUNFT.unternehmen gGmbH. Unser Ziel ist also explizit ein gemeinnütziges Projekt mit ebensolchen Zielen – ganz im Spirit eines Social Enterprise. 

In Kürze wollen wir gemeinsam entscheiden, ob wir ein Minimum Viable Product (MVP) dazu starten, um echte Daten zur Erfolgswahrscheinlichkeit zu generieren. Danach sehen wir weiter.

Wir freuen uns über Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen. 

Updates demnächst hier!

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bhp